Babyhaut- zart und empfindlich

In den ersten Wochen ist die zarte Haut das wichtigste Sinnesorgan Ihres Babys. Über sie erfährt es seine ersten Eindrücke von der Welt, erfährt Geborgenheit über Hautkontakt. Eine intakte Haut ist somit ein wichtiges Kriterium zum Wohlfühlen des Neugeborenen. Doch wie pflegt man die zarte Babyhaut richtig?

Besonders beim ersten Kind ist man empfänglich für alle Ratschläge, Informationen und Produktversprechen, schließlich ist man blutiger Anfänger im Bereich „Kinder“ und „Eltern sein“.Es braucht tatsächlich nicht viel für die optimale Pflege der Haut. Der natürliche Schutzmantel der Haut braucht vorwiegend Zeit um sich zu entwickeln. In der Tat ist die Babyhaut fünfmal dünner als unsere, der Schutzmantel erst mit zwölf Jahren vollständig ausgereift. Ein zuviel an Pflege oder die falschen Inhaltsstoffe können hier mehr schaden als helfen.

Das musste ich bei meiner kleinen Mullemaus recht schnell feststellen. Um beiden meiner Kinder die wichtige Erfahrung von der oben genannten Geborgenheit zu vermitteln, habe ich Sie gerne massiert. Lilly in Ihrem ersten Lebensjahr jeden Abend vor dem Zu-Bett gehen und Mullemaus nur ein paar Wochen. (Am Besten reines Mandelöl benutzen und gerne vorab einen Massagekurs besuchen oder für daheim buchen)

Mullemaus reagierte mit Ihrer Haut auf das tägliche massieren. Sie entwickelte große, trockene und schuppende Hautausschläge. Ein klares Indiz für die Überpflegung der Haut.

Doch was braucht man nun an Pflege?

Ich selbst achte auf rein natürliche und pflanzliche Inhaltsstoffe z.B. Sheabutter und Bio-Calendula. Parfüme, Silikone, Erdöle, Konservierungsstoffe, Emulgatoren aber auch Palmöl lösen schnell Allergien und Hautirritationen aus und gehören für mich nicht in Pflegeprodukte.

▪ Alltägliche Reinigung: Morgens und Abends reinige ich die Augen (von außen nach innen), Nase, Mund, Ohren, Hände, Füße und Windelbereich mit einem lauwarmen Waschlappen. Besonders gut geeignet ist hierfür unser Waschlappen von wellyou. Er hat mit den Maßen von 30 x 30 cm eine optimale Größe, und der weiche Frottier – Stoff aus 100% Baumwolle ist kuschelig weich zur zarten Babyhaut

▪ Windelbereich: Dem Windelbereich sollte ein besonderer Augenmerk geschenkt werden. Durch den ständigen Kontakt mit Windel, Urinsäure und mit zunehmender Nahrungsvielfalt immer aggressiver werdenden Stuhl, neigt er schnell zum Wundsein. Auch das Zahnen oder zu Scharfe und Säurehaltige Lebensmittel (auch wenn die stillende Mutter sie zu sich nimmt) können einen wunden Po auslösen.                                Hebammen empfehlen  den Po einfach mit lauwarmen Wasser zu reinigen. Doch das Bereitstellen von lauwarmen Wasser oder auch später das Reinigen unter laufendem Wasser ist mir auf Dauer einfach zu zeitintensiv.                                                                                    Ich benutze zum Reinigen des Windelbereiches ein selbsthergestelltes Wasser- Öl- Gemisch, abgefüllt in eine kleine Reiseflasche (Verhältnis drei zu eins) und Baumwoll- Pads (finden sich in den Drogeriemärkten bei den Feuchttüchern).                                                                                              Denn den Feuchttüchern habe ich komplett abgeschworen. Jeder Gynäkologe rät vom Gebrauch von feuchtem Toilettenpapier ab, da es den Säureschutzmantel der Haut angreift, warum benutzen wir Feuchttücher und feuchtes Toilettenpapier für unsere Kinder?                                                                                                                       Ist der Po doch mal wund, helfen zinkhaltige Wundcremes und Heilwolle (fetthaltige Unterwolle vom Schaf, erhältlich in den Apotheken), beides sollte jedoch nicht auf offene Hautstellen geben werden.                                                                                                  Das Beste für den wunden Po ist immer noch: Windel aus und Luft dran lassen. Hilfreich gegen zu kalte Beine sind Beinlinge oder eine vom Zwickel befreite Strumpfhose. Windeldermatitis gehört in ärztliche Behandlung!

▪ Baden: 1-2 mal in der Woche bei 38-40 Grad für max 10 min. reicht. Ein Badezusatz oder Shampoo ist in den ersten Wochen nicht von Nöten. Hebammen empfehlen ein wenig Muttermilch mit ins Wasser zu geben.                                                                  Milchschorf kann man sehr gut vor dem Baden mit Olivenöl einreiben oder mit Milchschaum einweichen und mit einer weichen! Babybürste ausbürsten.                       Ein anschließendes eincremen mit einer feuchtigkeitsspendenden Lotion oder einölen des Körpers ist obligatorisch, ich sehe das bis heute jedoch als ein Ritual an, das Bedürfnis nach Nähe und Berührung zu stillen

▪ Sommer: im Sommer benötigt die Haut einen besonderen Schutz vor der Sonne. Säuglinge, also Kinder bis zu ihrem ersten Lebensjahr, sollten nie der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden. Auch auf Sonnencreme soll im ersten Jahr verzichtet werden. Halten Sie hier bitte Rücksprache mit Ihrem behandelnden Kinderarzt.                                                                                                              Schutz vor der Sonne bieten langärmelige Oberteile, z.B. Bodys oder dünne Langarmshirts und Hosen, (mittlerweile gibt es auch Funktionskleidung mit Lichtschutzfaktor). Eine Sonnenbrille benötigt ihr Baby, laut mehrerer Optiker, nur am Strand oder in den Bergen. Schützen Sie die Augen Ihres Babys besser mit einem breitkrempeligen Hut.

▪ Winter: Auch im Winter bedarf es aufgrund der Kälte einer besonderen Form der Pflege. Durch die kalte und trockene Winterluft wird der Haut, besonders in der nicht eingepackten Gesichtshaut, Feuchtigkeit entzogen. Im Winter sollte das Gesicht täglich mit eine feuchtigkeitsspendende Creme gepflegt werden. Zusätzlich kann ein sehr fetthaltiger Wetterbalsam aufgetragen werden. Meine zwei haben ihn aufgrund der doch sehr sensiblen Haut nicht vertragen. Bei extremer Kälte trägt Lilly eine Skimütze, die über die Wangen gezogen wird.

Ich wünsche Euch abschließend eine intensive und kuschelige Pflegezeit mit Eurem Spatz, wann genießt Ihr sie besonders?

Eure Sara 🙂

Sara ist Mutter von zwei Töchtern, 4 Jahre und 1 Jahr alt. Sie berichtet ca alle 14 Tage aus Ihrem Alltag mit Kindern, Mann und wellyou- Artikeln.