Bitte lächeln: gesunde Zähne von Anfang an!

 

Zahnpflege steht bei vielen Kindern nicht gerade ganz oben auf der Beliebtheitsskala. Die Herausforderung für die Eltern besteht deshalb darin, sie dennoch immer wieder aufs Neue für das Zähneputzen zu begeistern –

 

damit das Gebiss von den ersten Milchzähnchen an optimal gepflegt und geschützt wird. Und mit einigen Tricks lässt es sich schaffen, auch die Kleinsten zum Zähneputzen zu bewegen.

So bekommt man Kinder zum Zähneputzen: Tipps und Tricks für junge Eltern

1. Motivation und Anreize schaffen

Ideal ist es natürlich, wenn die Knirpse freiwillig und mit Begeisterung die Bürste schwingen. Dazu ist es wichtig, das Zähneputzen immer wieder spannend zu gestalten. Das kann zum Beispiel mit lustigen Zahnputzspielchen oder -liedern geschehen. Sie sind nicht nur eine schöne Ablenkung, sondern helfen auch das Zähneputzen zu strukturieren. So wird jeder Bereich ausreichend geputzt und das Kind weiß, wann das Zähneputzen beendet ist. Bei google und youTube findet ihr eine schöne Auswahl an passenden Liedern. Hier wurden auch wir mit Lilly fündig.                                               Weiterhin können Anreize für ihr Kind wichtig sein: „Für die Jüngsten kann das beispielsweise die Aussicht auf das Sandmännchen im Fernsehen sein. Für die Älteren hingegen empfiehlt es sich durchaus, mit Argumenten wie dem Schutz vor Zahnweh für das Putzen zu werben“, meint Experte Alexander Planert, der als Zahnarzt in seiner Berliner Praxis viele Kinder betreut.

2. Zusammen putzen

Wenn Mama und Papa mitmachen, ist das Zähneputzen gleich viel interessanter. Denn Kinder machen nach, was die Eltern oder ältere Geschwister ihnen vorleben. Deshalb empfiehlt es sich, das Zähneputzen zum gemeinsamen Ritual zu machen, um diese Tendenz zum Nachahmen auszunutzen.                                                                              Sehr beliebt ist bei Lilly nicht nur das gemeinsame Zähne putzen, sondern auch das Gegenseitige. Dabei können auch schon mal die lustigsten Zahnpastabärte entstehen 🙂

3. Routine bekommen

Apropos Ritual: Kinder brauchen Rituale, die ihren Alltag strukturieren. Das beginnt beim Aufstehen, geht über den Kakao zum Frühstück und das Packen des eigenen Rucksacks bis hin zum Start in die Kita. Wer es schafft, das Zähneputzen genau zu solch einem völlig normalen Ritual im Tagesablauf zu machen, ist einen großen Schritt weiter, was die langfristige Akzeptanz des Themas bei den Jüngsten angeht. Ideal ist es, mit dem routinemäßigen, immer gleichen Zahnputzablauf direkt im Babyalter zu beginnen, sobald die ersten Zähnchen kommen. Hierfür bietet der Markt unterschiedliche Hilfsmittel, von der kleinen Mullbinde bis zu extra kleinen Zahnbürsten. Hier ist ausprobieren gefragt, was funktioniert. Lilly hat direkt die Zahnbürste akzeptiert, unsere kleine Mullemaus findet das Thema Zähneputzen überhaupt nicht spannend und duldet maximal eine Fingerzahnbürste im Mund. Leider kann sie mit Ihren 8 Zähnchen schon sehr gut zubeißen…

4. Belohnungen einsetzen

Natürlich dürfen Kinder, die vorbildlich ihre Zähnchen putzen, auch belohnt werden. Allerdings sollten die Eltern festlegen, welcher Art die Belohnung ist. Denn auf Diskussionen von Seiten des Kindes – á la „Ich putze mir die Zähne, wenn ich dafür XY bekomme“ – sollten sich Eltern keinesfalls einlassen. Stattdessen kann beispielsweise für gründliches Zähneputzen die ganze Woche über ein Familienausflug an den See am Wochenende als Belohnung winken – oder auch ein Eis beim Lieblingsitaliener.

5. Nicht diskutieren

Verhandlungen sind beim Thema Zähneputzen fehl am Platze – dafür ist die Zahnpflege einfach zu wichtig für die Gesundheit des Kindes. Schon den Kleinsten sollte deshalb mit dem nötigen Nachdruck klar gemacht werden: Um das Putzen kommt ihr nicht herum.

Damit Kinder täglich aufs Neue ihre Zähnchen putzen, empfiehlt es sich, Routinen zu etablieren und die Vorbildwirkung von Eltern und Geschwistern zu nutzen. Auch kleine Anreize, Belohnungen und motivierende Spielchen können hilfreich sein, um den Nachwuchs an die Bürste zu bekommen.

Ich bedanke mich für die hilfreichen Tipps und die Kooperation mit der Zahnarztpraxis Alexander Planert und wünsche Euch viel Spaß beim Zähneputzen.

Eure Sara 🙂

P.S: Im Bad dürfen natürlich unsere Waschlappen zum anschließenden Gesicht waschen nicht fehlen 😉

 

Sara ist Mutter von zwei Töchtern, 4 Jahre und 1 Jahr alt. Sie berichtet ca alle 14 Tage aus Ihrem Alltag mit Kindern, Mann und wellyou- Artikeln.