Kind krank- was nun?

 

Die Winterzeit ist traditionell auch die Erkrankungszeit. Und leider sind auch unsere Kinder davor nicht gefeit. Überall schnieft und trieft die Nase, aber auch schlimmere Erkrankungen haben in der kalten Jahreszeit…

 

… leichteres Spiel, da unser Immunsystem durch den ständigen Wechsel zwischen warm und kalt geschwächter ist.

Der wirksamste Schutz vor allen ansteckenden Krankheiten lautet: Hände waschen! Sobald wir unser Haus betreten, waschen wir uns gründlich die Hände und dennoch hat es uns besonders dieses Jahr richtig erwischt. Bei meinen Kindern vergeht kaum eine Woche, ohne das nicht eine krank ist. Selbst die Große, die sehr selten erkrankt, liegt ständig flach. Aktuell innerhalb von 4 Wochen das 2.te mal mit fast 40 Grad Fieber. Und sie neigt nicht dazu!

Doch was tun, wenn ein Kind erkrankt oder man selbst, und die gesunden Kinder sind trotzdem zu versorgen? Wohl dem, der Familie in der Nähe hat. Doch wie stemmt der Rest der Eltern den Spagat zwischen Beruf und Krankenpflege?

Kinder krank bedeutet für mich aktuell schlaflose Nächte. Doch bei mir ist das aus beruflicher Sicht nicht so schlimm, da ich nicht morgens im Büro sitzen muss. Dank meinem Arbeitgeber wellyou (produziert und vertreibt hochwertige Kindertextilien) arbeite ich mit flexiblen Arbeitszeiten und kann auch von zu Hause aus das Wichtigste erledigen. Doch wie macht das die Mehrheit der berufstätigen Eltern? Kind krank bedeutet für sie, auch mit einem Kind, das nicht unbedingt dem Arzt vorgestellt werden muss, den Weg in die Arztpraxen anzutreten. Sich in überfüllte Wartezimmer zu setzten und sich dort womöglich die nächste oder noch schlimmere Erkrankungen einzufangen, nur um die Bescheinigung für den Arbeitgeber einzuholen. Doch was, wenn genau an dem Tag bei beiden Elternteilen ein wichtiges Meeting oder ein Abgabetermin ansteht?  Obwohl man weiß, dass das Kind zu Hause bleiben sollte, schleichen sich Gedanken ein, ob die Erkrankung wirklich so schlimm ist. Ob es nicht doch noch den einen Tag in den Kindergarten oder in die Schule gehen kann… Wie reagiert der Arbeitgeber, wenn schon wieder eine Kind-Krank- Bescheinigung eingereicht wird? Bin ich die nächste, die gekündigt wird? Kind krank bedeutet also nicht nur emotionalen Stress, weil es dem Kind nicht gut geht, sondern bei vielen, besonders bei Alleinerziehenden, Existenzängste!

Um dem allen, kranke Kinder in den Betreuungseinrichtungen aber auch überforderten Eltern vorzubeugen, hat sich in unserem Nachbarort eine Initiative unter dem Titel: „Kinder werden zu Hause gesund“ gegründet. Hier kommen ehrenamtliche Helfer/innen zu einem nach Hause und pflegen das Kind. Ein sehr guter und sinnvoller Gedanke, aber möchte man sein Kind und auch sein Haus einer fremden Person anvertrauen?

Ist der haushaltsführende Elternteil erkrankt und dieser gesetzlich versichert, kann eine Haushaltshilfe oder Familienpflegerin beantragt werden. Diese ist neben der pädagogischen Betreuung der Kinder, dem Aufrechterhalten des Alltages auch für die anfallenden Tätigkeiten im Haushalt wie einkaufen, kochen, Wäsche waschen, putzen etc zuständig. Einfach beim Arzt ein Attest ausstellen lassen, beim der Krankenkasse das Formular anfordern und via Fax einreichen und man selbst kann in Ruhe gesund werden.

Ich persönlich bin sehr dankbar, dass meine Eltern am Wochenende die lange Fahrt zu uns anstatt in das Ferienhaus am Meer angetreten haben. Denn nachdem sich bei unserer Mullemaus am vergangenen Montag eine Mundfäule mit 40 Grad Fieber und extremen Schmerzen ankündigte, hat es nun seit Sonntag auch unsere Lilly erwischt. Die Sorge um die ständigen Schmerzen, das eingestellte Essen und auch Trinken begleitet von dem ständigen Fieber, das auch trotz der fiebersenkenden Mittel nicht unter 39 Grad sinken wollte, der ständig unterbrochene Schlaf, da die Schmerzmittel nur 3 Stunden anhielten, aber die Mittel max alle 4 Stunden gegeben werden durften und der Umstand, das sich mein Bauch mittlerweile mit Nachwuchs Nummer 3 kugelt, machten mir die letzte Woche sehr schwer. Als dann auch noch mein Mann Freitag und Samstag beruflich verreisen musste und mich ein Magen- Darm- Infekt erwischte, war ich seht erleichtert, meine Eltern am Sonntag begrüßten zu dürfen.

 

Ich hoffe, bei Euch sind alle gesund und wüsche Euch zwei schöne Wochen,

Eure Sara 🙂

Sara ist Mutter von zwei Töchtern, 5 Jahre und 1 Jahr alt. Sie berichtet ca alle 14 Tage aus Ihrem Alltag mit Kindern, Mann und wellyou- Artikeln.