Von dem Tag, der ein unschönes Ende nahm

                                               Sommer, Sonne, Strand und mehr, darum sollte sich eigentlich der heutige Blog drehen. Doch für Urlaub, und schreiben darüber bin ich nicht in der richtigen Stimmung. Kennt Ihr das, es war ein wunderschöner Tag und er endet in einer Katastrophe? Meiner war heute genau so einer!

 

Jetzt ist es ein herrlicher Sommerabend. Ich sitze mittlerweile auf meiner Terrasse, ein Glas Wein in der Hand und würde ich rauchen, ich würde mir jetzt eine Zigarette anmachen und versuchen das eben erlebte zu verarbeiten, zu verdrängen, ungeschehen zu machen.

Nachdem Lilly gestern schon völlig fertig aus dem Kindergarten kam, habe ich sie heute bereits Mittags, zwei Stunden früher,  abgeholt. Das tat ihr auch sichtlich gut. Wir verbrachten einen wunderschönen Nachmittag im Garten. Wir hatten Besuch von einer sehr lieben Freundin und Mullemauses Patentante und die gute Stimmung hielt an….

…bis wir uns auf den Weg hoch ins Bett gemacht haben. Lilly bestand darauf, das erst die Mullemaus ins Bett gebracht wird. Alles klar, kein Thema, wird gemacht- dann aber bitte keine Störung. Es ist zur Zeit eh eine Kunst für sich die kleine Maus ins Bett und zum Schlafen zu bringen. Und heute bin ich, da mein Mann auf Geschäftsreise ist, auch noch alleine.

Also Kind Numero 1, Mullemaus.                                                                                                            Da Mullemaus zur Zeit völlig aus ihrem Rhythmus ist, und sie gestern erst (für aktuelle Verhältnisse früh) um 9 Uhr ins Bett ist und bereits um 7 Uhr wieder wach war, hat sie von 8 bis 9:30 Uhr nochmal geschlafen. Ein weiteres Nickerchen folgte am Nachmittag und ich war bester Hoffnung, als sie tatsächlich abends beim essen müde wurde. Damit hatte ich nicht gerechnet. Also erst ins Bad, dann hoch ins Zimmer von der Mullemaus. Lilly zog sich parallel alleine um und das abendliche Theater begann. Mullemaus ist zwar bereits etwas über ein Jahr, aber sie besteht abends auf ihre Flasche (mittlerweile nur noch gefüllt mit stark verdünnter Milch) und das lautstark, bis sie diese endlich bekommt. Also mal wieder alles unter Protestgebrüll. Das ist so herrlich entspannend am Abend und für die kleine Maus bestimmt auch nicht wirklich angenehm. Das einzige was ihr hilft, ist nackig ausziehen. Gesagt getan. Alles ausgezogen, Windel geöffnet, spontan beschlossen das ein neuer Body benötigt wird, vorschriftsmäßig einen Hand am Kind gelassen, Blick wieder zurück zum Kind- UND DA SEH ICH DAS MALEUR! AHHHHH. Mullemaus hat sich selber die Pampers zwischen den Beinen hochgezogen. Leider war diese mit Füllung. Leider war diese mit großer Füllung. Diese klebte jetzt an Bauch, zwei Händen, Gesicht und ich hoffe nicht im Mund. Und ich fiese Mama habe mich gewagt, sie der Pampers zu berauben und sie zu waschen. Natürlich setzte das Protetstgeheul mit doppelter Lautstärke wieder ein. Mittlerweile war Kind Numero zwei umgezogen und stand, entgegen unserer Absprache, im Nachthemd im Zimmer und wollte ins Bett gebracht werden. Oh man, wo anfangen, wo weitermachen. Also konsequent bleiben, den eigenen Wunsch von ihr, erst Mullemaus ins Bett zu bringen, wiederholen und Lilly in ihr Zimmer schicken. Das wurde nun wieder mit Protestgeheul geahndet, diesmal von Lilly. Super, zwei schreiende Kinder am Abend, was will man mehr. Nachdem Mullemaus nun fertig in Schlafanzug und Schlafsack eingepackt war, die Milch getrunken und sie auf dem Arm halb eingeschlafen war, wagte ich den Versuch sie hinzulegen. Klappte leider nicht. Mullemaus drehte sich wieder hin und her, setzte sich auf, das alte Spiel. Nun war eben erstmal Lilly dran.

Die Große lag mit tränennassen Augen in ihrem Bett und war heilfroh endlich mit mir kuscheln zu können. Nach abendlichen Ritual und eingeschlafener Lilly ging es schnell wieder rüber zur laut schreienden und weinenden Mullemaus, die nach 15 Minuten schluchzen und wiegen auf dem Arm und ewig langem Händchen halten im Bett, nun endlich auch einschlafen konnte.

Ihr könnt mir glauben, gerade jetzt wünsche ich mich weit fort auf eine einsame Insel! Ich fange jetzt mal, mit meinem Glas Wein in der Hand, das Träumen von einem schönen Urlaub an und von dem berichte ich Euch dann später mal, passend zum Thema Sommer, Sonne, Strand und mehr!

Eure Sara 🙂

 

Sara ist Mutter von zwei Töchtern, 4 Jahre und 1 Jahr alt. Sie berichtet ca alle 14 Tage aus Ihrem Alltag mit Kindern, Mann und wellyou- Artikeln.