Von der Milch zum Brei

 

Gesunde Ernährung von Anfang an. Egal ob Sie Ihrem Kind die Brust oder die Flasche geben, spätestens um den 6.ten Lebensmonat stellt sich die Frage: Wie stelle ich mein Kind auf Brei um?

 

Zu diesem Thema finden sich unzählige Bücher, Ratgeber und Broschüren. Während meiner Vorbereitung auf diesen Blogartikel habe ich allein unter dem Titel „Von der Milch zum Brei“ die unterschiedlichsten Angebote von Krankenkasse ,Buchautoren, Hebammen und Kochkursen gefunden. Aufgrund dieser großen Menge an bereits verfügbaren Material zu dem „Wie“, habe ich mich entschlossen lieber von der lustigen und alltäglichen Seite, einem Kind den Brei schmackhaft zu machen, zu berichten.

Wie in allen Ratgebern beschrieben habe ich punktgenau zu Lilly´s 6.ten Lebensmonat mit der Breikost in Form von Gemüse angefangen (war halt mein erstes Kind 🙂 ) Bei unserer Mullemaus war ich da schon wesentlich entspannter.  Ich habe mich bewusst für das Selberkochen entschieden. Also habe ich Möhren kleingeschnitten, im Dampfgarer gegart und anschließend mit Wasser und etwas Öl püriert. In Eiswürfelbehältern eingefroren und  in einer Tupperdose zur Einzelentnahme aufbewahrt. Nur das Lilly von Gemüse nichts wissen wollte… Jeden Tag um Punkt zwölf wurde mir mit einem zuckersüßen, verzogenen Gesicht verdeutlicht: Was soll denn das, wo ist meine Brust????

Nach zwei Wochen habe ich Kartoffel dazugegeben, anderes Gemüse ausprobiert und war schon fast verzweifelt. Meine Maus muss doch etwas essen. In allen Ratgebern steht: Ab dem 6.ten Monat reicht die Nährstoffversorgung aus der Milch alleine nicht mehr aus! Doch Lilly mochte von Brei einfach nichts wissen!  Zum 7.ten- Lebensmonat hin hatte ich genug. Wir haben einfach auf unseren Bauch gehört, den ganzen Gemüsekram beiseite geschoben und ihr abends einen Hirse- Wasser- Brei gekocht. Und siehe da: sie hat die gesamte Portion auf einmal verdrückt. Noch heute sehen wir uns das dazugehörige Video gerne an, wie wir nicht schnell genug den Löffel wieder zu ihrem Mund führen konnten, wie der Brei sich im gesamten Gesicht, auf den Händen und auch auf dem Tisch verteilte und ihr Grinsen immer größer wurde. Gerade so, als wollte sie sagen: Jetzt habt ihr es endlich kapiert.                                                                                                                                    Bei unserer Mullemaus habe ich schneller verstanden: Sie mag einfach kein Gemüse, zumindest nicht in Breiform. Bei ihr ging anfangs nichts. Nur das ich diesmal viel entspannter war und irgendwann die Zeit von unserer Mullemaus kam, gefallen am Essen zu finden. Zumindest an geriebenen Apfel, später Banane, Birne, Mandarine… Mullemaus liebt Obst. Natürlich ist der Weg vom süßem Obst zum Gemüse etwas schwieriger, als wenn direkt Gemüse gegessen wird. Doch unser Bauchgefühl hat sich auch bei der zweiten  Maus bestätigt. Alles hat seine Zeit. So hat Mullemaus nie gerne Brei gegessen. Sie wollte Stücke, einen eigenen Löffel, den sie jedoch im Gegensatz zu Lilly vehement verteidigt! Ihr könnt Euch nicht vorstellen wieviel krampfhaft festgehaltene Löffel durch mein loslassen regelrecht durch das Esszimmer katapultiert wurden und unserer Boden sowie Wände und Möbel dekoriert haben. Wenigstens war ich diesmal so schlau und habe direkt den Teppich unter dem Tisch weggelassen. Wer das nicht mag: bei Lilly haben wir recht schnell eine Bodenschutzmatte für Schreibtischstühle unter ihren Stuhl gestellt. Doch ihr werdet die nächsten Jahre nicht um mehrfaches tägliches putzen drumherum kommen. Da ist ein teppichfreier Essplatz wesentlich praktischer!

Und der Vorteil von schnell selbstständig essenden Kindern ist: Ihr könnt selber wieder an den Mahlzeiten teilnehmen. So konnten Beide mit einem Jahr alleine löffeln, piksen und aus Gläsern trinken. Natürlich ging und geht (Mullemaus ist ja gerade erst 15 Monate alt) es nicht ohne kleckern und beschmieren von statten, doch ich finde: Essen soll Spaß machen und da gehört auch mal ein kreatives Malspiel im verkleckerten Joghurt dazu.

Ich wünsche Euch viel Gute Laune beim kochen, pürieren, Gläschen kaufen und vor allem beim füttern! Ein froher Möhrenprust,

 

Eure Sara 🙂

 

P.S. Ich liebe die Lätzchen von wellyou mit Druckknopf. Zum einem halten Sie im Gegensatz zum Klett einfach länger, und die Kleinen können sie sich nicht in einem spontanen Anflug von Lust am dagegensein vom Leib reißen und das Essen auf dem gerade gewaschenen T-Shirt verteilen.

 

Sara ist Mutter von zwei Töchtern, 5 Jahre und 1 Jahr alt. Sie berichtet ca alle 14 Tage aus Ihrem Alltag mit Kindern, Mann und wellyou- Artikeln.