Welli – Auf dem Reiterhof

Heute war ein ganz besonderer Tag, denn Emma hatte heute Geburtstag. Und das Tolle war, dass Emma heute mit dem Kindergarten einen Ausflug zu einem Reiterhof machte. Emma liebte Pferde. Am liebsten hatte sie selber gerne eins, aber Mama sagt immer, dass das Pony ja gar nicht in Emmas Zimmer passen würde.

Emmas Morgen begann damit, dass ihre Mama sie mit einem Kuchen, mit brennenden Kerzen, weckte. Emma pustete alle Kerzen auf einmal aus. Und dann schnappte sie sich Welli, rannte ins Wohnzimmer und sah die ganzen Geschenke auf dem Tisch.
„Darf ich die schon auspacken?“, fragte Emma.
„Klar!“, sagte Mama. Papa stand daneben und packte noch schnell seine letzten Sachen für die Arbeit ein. Dann widmete er sich ganz Emma und ihren Geschenke. Das erste Geschenk das Emma auspackte war ein Buch über Pferde, mit ganz vielen Bildern.
„Das passt heute aber gut!“, meinte Emma und präsentierte das Buch. Im nächsten Geschenk war ein passendes Hörspiel dazu. Und dann lag da noch ein großes Geschenk. Gespannt machte Emma es auf.
„Eine Puppe! Genau die hab ich mir gewünscht!“, sagte Emma begeistert. Es war eine Puppe mit passenden Kleidungsstücken dazu.
„Jetzt musst du dich aber langsam fertig machen, sonst fahren die noch ohne dich zum Reiterhof!“, meinte Mama.

Vor dem Kindergarten wartete schon ein großer Bus. Einige Mamas von den Kindern hatten sich bereiterklärt zum Aufpassen mitzukommen. Die meisten Kinder hatten Gummistiefel und eine Regenjacke an. Emma war schon ganz aufgeregt und drückte Welli fest an sich.
Und dann ging es endlich los. Sie stiegen alle in den Bus und winkten ihren Eltern zu als der Bus los fuhr.
Emma hatte das Pferdebuch mitgenommen und guckte sich, mit Welli, während der Fahrt die Bilder an.
Umso näher sie dem Reiterhof kamen, umso mehr Felder tauchten auf. Auf einigen standen schwarz-weiße Kühe, oder flauschige Schafe. Und dann kamen endlich Wiesen mit Pferden und Ponys.
„Guck mal Emily, da sind Pferde!“, schrie Emma begeistert und zeigte mit dem Finger auf die Wiese. Emily, die neben ihr saß, schaute etwas verunsichert.
„Was ist denn?“, fragte Emma.
„Ich mag keine Pferde, die sind so groß!“, erklärte Emily. Emma verstand das nicht. Wie konnte man keine Pferde mögen?
„Es gibt doch auch kleine Pferde!“, sagte Emma und holte ihr Pferdebuch raus.
„Siehst du…“, sie zeigte auf ein Bild auf dem ein großes Pferd und ein kleines Pony zu sehen waren. Emily zuckte mit den Schultern. Emma war überzeugt davon, dass Emily am Ende des Tages auch Pferde mögen würde.

Und dann waren sie endlich da. Sie stiegen aus dem Bus und stellten sich in einen Halbkreis. Eine Frau in Reiterhose und Weste stellte sich vor.
„Ich bin Sabrina und mir gehört dieser Hof. Ich werde euch heute ein bisschen den Hof und die Ponys zeigen.“
Emma freute sich schon auf die Pferde und konnte es gar nicht mehr abwarten.
Sie wurden in zwei Gruppen eingeteilt. Eine Gruppe ging zum Ziegen-Streichelgehege, das hinter den Ställen lag. Die anderen gingen zu dem Ponygehege. Emma war mit Emily in der Ponygehege Gruppe. Emily war sich immer noch unsicher was sie von den Ponys halten sollte.
Sie hatten vier Ponys von der Weide geholt. Die Kinder durften die Ponys nun bürsten. Emma legte Welli auf den Anbinde-Balken an dem die Ponys festgebunden waren. Plötzlich knapperte eins der Ponys an Wellis Ohr.
„Hey!“, sagte Emma und legte Welli etwas weiter weg.
Emily stand etwas weiter weg von den Ponys.
„Willst du nicht auch mal mit bürsten?“, fragte Emma. Emily schüttelte den Kopf. Sabrina ging zu Emily.
„Hast du ein bisschen Angst?“, fragte sie. Emily nickte.
„Na komm, dann versuchen wir es mal zusammen.“, sie gab Emily eine Bürste. Mit ausgestrecktem Arm begann Emily das Pony zu bürsten. Langsam verlor sie ihre Angst und ging ein kleines Stück näher ran.
„Siehst du, ist doch gar nicht so schlimm, oder?“, behauptete Sabrina. Emily schüttelte bestätigend den Kopf. Dann schüttelte das Pony plötzlich ruckartig den Kopf. Emily sprang zurück.
„Alles ist gut! Das Pony wollte nur die Fliege wegschütteln, die am Kopf gekrabbelt ist und gekitzelt hat.“, erklärte Sabrina.
Vorsichtig ging Emily wieder auf das Pony zu und bürstete weiter.

Nach dem Putzen wurden die Ponys gesattelt und danach durften alle auf den Ponys reiten. Emma setzte Welli vor sich auf das Pony und freute sich über den tollen Geburtstag. Emily wollte erst auch nicht reiten. Aber dann ließ sie sich doch überreden und fand es toll.
Nach dem Reiten tauschten die beiden Gruppen und Emma konnte im Ziegengehege noch mit den Ziegen schmusen.

Als sie dann wieder zurück waren und Mama Emma und Welli vom Kindergarten abholte, war Emma immer noch total aufgeregt.
„Das war so toll, Mama! Wir haben die Ponys geputzt und durften sogar auf den Ponys reiten!“, erzählte Emma begeistert.
„Das ist aber toll! Und wir haben noch eine kleine Überraschung für dich Zuhause!“, sagte Mama.

Zuhause wartete schon Emmas Oma und die hatte ein riesen Geschenk mitgebracht.
„Was ist da drin?“, fragte Emma gespannt.
„Mach es doch auf!“, schlug Oma lächelnd vor. Emma riss das Papier runter und glaubte ihren Augen nicht.
„Ein eigenes Pferd!“, sie starrte ungläubig das Schaukelpferd an, „Danke Oma!“.

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