Welli – Auf dem Spielplatz

Heute war ein herrlicher Tag. Nach dem Kindergarten wollten Mama und Emma auf den Spielplatz – und Welli durfte auch mit. Nach dem Mittagessen gingen Mama, Emma und Welli zum Spielplatz. Mama hatte Ihren Rucksack dabei. Da waren etwas zu Trinken und ein paar Kekse und andere kleine Leckereien drinnen, falls Emma Hunger bekam. Emma trug eine Tüte in der ihre Sandsachen waren und Welli, der natürlich nicht fehlen durfte. Kleine Förmchen, ein kleiner Eimer, eine Hake und eine Schaufel. Der Park, in dem der Spielplatz lag, war nicht weit weg.

Kaum auf dem Spielplatz angekommen, stürmte Emma zu den Schaukeln.
„Ich will schaukeln!“, rief sie. Auf die eine Schaukel setzte Emma Welli und stieß die Schaukel leicht an. Dann setzte sie sich auf die Andere und begann zu schaukeln. Mama hatte sich auf eine Bank gesetzt und beobachtete Emma. Nach dem Schaukeln ging Emma mit Welli zu Mama und setzte sich dann mit ihren Sandsachen in den Sand und begann ein tiefes Loch zu graben. Mit dem ausgegrabenen Sand backte Emma Sandkuchen und Welli durfte sie alle probieren. Weil Welli alle kleinen Sand-Kuchen so toll fand machte Emma nun eine Sandtorte. Sie füllte den Eimer bis zum Rand mit Sand und drehte ihn dann schnell um. Als sie den Eimer wieder hochnahm hatte der Sand die Form des Eimers und dann schmückte Emma die Torte noch mit kleinen Stöckchen, Blättern und ein paar Glasscherben die am Rand der Sandkiste lagen.
„Guck mal Mama, ich habe eine Torte gemacht!“, rief sie begeistert ihrer Mutter zu und zeigte stolz auf die Sand-Torte.
„Sieht super aus Emmchen! Aber wo hast du die Glasscherben her?“, fragte Mama entsetzt und ging hastig zu Emma.
„Von da!“, Emma zeigte zu den Glasscherben.
„Glasscherben darfst du nicht anfassen, Emma! Das ist gefährlich, du könntest dich daran schneiden!“, erklärte Mama.
„Aber sie sehen doch so hübsch aus.“, Emma starrte ihre Sandtorte an. Mama nahm Emmas Eimer und packte vorsichtig, die ganzen kleinen Glasscherben hinein und kippte sie dann in den Mülleimer neben der Bank. Emma war ein wenig enttäuscht. Die Glasscherben sahen aus wie kleine Bonbons auf ihrer Sandtorte. Und dann frischte auch noch der Wind auf, aber dank der warmen Sweat-Shirt-Jacke, die Emma an hatte, war ihr nicht kalt. Mama machte hingegen ihre Jacke zu.

Nachdem Welli dann alle Sandkuchen probiert hatte, ging Emma mit Welli rutschen. Plötzlich hörte Emma eine Glocke. Der Eiswagen war da. Emma rannte zu Mama.
„Darf ich ein Eis, Mama? Bitte!“, betteltet Emma.
„Aber erst räumst du die Sandsachen wieder in die Tüte!“, sagte Mama. Blitzschnell schnappte sich Emma die Tüte und packte die Förmchen und die anderen Sachen wieder in die Tüte. Dann ging Mama mit Emma zum Eiswagen.
„Welche Sorte möchtest du?“, fragte Mama, während sie in der Schlange warteten.
„Schoko! Mit bunten Streuseln!“, sagte Emma und tippte ungeduldig von einen auf den anderen Fuß.
Als Emma dann ihr Eis hatte setzte sie sich mit ihrer Mama auf die Bank. Emma hielt Welli das Eis vor.
„Was ist denn?“, fragte Mama.
„Welli will kein Eis. Er ist noch satt von den ganzen Sandkuchen und der tollen Sandtorte!“, erklärte Emma. Mama lachte.
„Na dann bleibt ja mehr Eis für dich!“, sagte Mama.
„Ja, nicht das Welli noch Bauchweh bekommt!“, merkte Emma an. Mama lachte erneut. Emma verstand das nicht, aber sie hatte ihr Eis, die Sonne strahlte ihr ins Gesicht und Welli saß satt neben ihr auf der Bank.

Emma fand, dass es ein schöner Tag auf dem Spielplatz war, auch wenn Mama die Glasscherben nicht auf ihrer Sandtorte wollte, „aber Mama hat bestimmt recht, Glasscherben sind gefährlich“, dachte Emma und war froh, dass weder Mama, noch Welli, noch sie selber, sich verletzt hatten.

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