Welli – Im Lager

Es klingelte an der Tür und Mama ging hin um sie zu öffnen. Der Paketbote gab Mama, nach dem sie unterschrieben hatte, ein Paket.
„Guck mal Emma, deine neuen Bodys sind da!“, sagte Mama.
Mama packte es aus und nahm die neuen süßen, rosa, kurzarm Bodys aus dem Paket. Emma probierte die Bodys sofort an.
„Oh, ich glaube du bist schon wieder gewachsen!“, sagte Mama als sie den Body nicht mehr zu bekam.
„Da hätte ich wohl doch schon eine Nummer größer bestellen sollen! Dann schick ich die morgen wieder zurück.“, behauptete sie. Emma zog den Kurzarmbody wieder aus.
Welli saß auf der Sofa Lehne und beobachtete das geschehen. Mama packte die Bodys wieder in den Karton und stellte diesen erst mal aufs Sofa unter Welli. Und schrieb eine E-Mail an den wellyou-Kundenservice um ein Retourenformular zu bekommen. Dieses füllte sie dann aus und legte es mit in das Paket.

Am Abend war dann Welli plötzlich verschwunden. Emma suchte ihr ganzes Zimmer ab. Danach das Wohnzimmer und auch alle anderen Zimmer.
„Wo ist Welli?“, fragte Emma tränenüberflutet. „Wir suchen Morgen weiter Emma, du musst jetzt echt zu Bett.“, meinte Mama.

„Aber wo ist Welli? Ich kann nicht ohne ihn schlafen!“, behauptete Emma.
„Ach Emma, Welli hat bestimmt ein kuscheliges Plätzchen und schläft schon.“, sagte Mama. Widerwillig ging Emma zu Bett.

Welli saß im Dunkeln und der Boden unter ihm bewegte sich. Nach einer Weile wurde es hell. Der Deckel des Paketes wurde geöffnet. Welli sah sich um. Um ihn herum waren viele Regale mit Kartons.
Eine nett aussehende Frau nahm Welli aus dem Karton.

„Du stehst ja gar nicht auf dem Lieferschein drauf.“, bemerkte die Frau. Sie setzte Welli erst einmal zur Seite. Dann packte sie weiter Pakete aus.
Als sie damit fertig war arbeitete sie einen Zettel-Haufen ab. Auf den Zetteln standen Artikel, die verpackt werden mussten. Nach und nach wurden die Pakete gepackt und auf einen Wagen gelegt. Als sie fertig war kam ein Paketbote und brachte die Pakete zu seinem großen gelben Auto.

Auch nach einem weiteren Tag war Welli nicht aufzufinden. Mama hatte Emma inzwischen wieder aus dem Kindergarten abgeholt und beide suchten wieder fleißig nach Welli.
„Wo hast du Welli denn zuletzt gesehen?“, fragte Mama.
„Da auf dem Sofa, als ich die Bodys an hatte und du sie wieder eingepackt hast.“, erklärte Emma. Mama überlegte kurz.
„Ich rufe einfach mal bei wellyou an, vielleicht ist Welli ja mit in das Retourenpaket gefallen!“, meinte Mama.

„Guten Tag, ich habe mal eine doofe Frage. Das Kuscheltier meiner Tochter ist verschwunden und wir haben es zuletzt gesehen als sie die Bodys anprobiert hat, beziehungsweise als ich sie wieder eingepackt habe, weil sie leider zu klein waren. Ist bei Ihnen vielleicht eine kleine Stoffgiraffe angekommen?“, wollte Mama wissen, als sie den Telefonhörer in die Hand genommen hatte. Mama nannte die Bestellnummer der Bodys.
„Ok, danke!“, dann legte sie auf.
„Und?“, Emma stand mit großen, erwartungsvollen Augen neben ihr.
„Sie fragen im Lager nach und rufen uns dann nochmal an.“, erklärte Mama.
Emma kam es vor wie eine Ewigkeit bis das Telefon klingelte. Wieder stand Emma erwartungsvoll neben ihrer Mama und lauschte dem Telefonat.
„Wir haben Welli gefunden! Sie schicken Welli zurück, dann ist er Morgen oder Übermorgen wieder da!“, sagte Mama, als sie auf gelegt hatte.
„Erst Morgen?“, fragte Emma enttäuscht darüber, dass er nicht heute wieder kam.
„Ja, aber wir bekommen einen sogenannten Tracking-Code. Mit dem können wir im Internet genau verfolgen, wo sich Welli gerade befindet!“, erklärte Mama. Emma fand das super. Mehrmals am Tag guckte Emma mit ihrer Mama nach, wo Welli gerade war.

Die nette Frau im Lager nahm Welli und setzte ihn in einen ausgepolsterten Karton und machte ihn dann zu. Wieder saß Welli im Dunkeln und der Boden ruckelte. Nach einer Weile hörte Welli Stimmen, die er kannte. Und dann dauerte es auch nicht mehr lange und der Deckel öffnete sich wieder.
Emma griff sich Welli und drückte ihn fest an sich. Auch Welli war ganz froh, dass er Emma wieder sah.
„Ich habe dich so vermisst!“, teilte Emma Welli mit und wollte ihn gar nicht wieder loslassen.

Abends lag Emma mit Welli im Bett und war glücklich, dass Welli sie jetzt wieder ins Land der Träume begleiten konnte. Und sie fand immer noch toll, dass sie Wellis Rückreise die ganze Zeit im Internet mitverfolgen konnte und jetzt wieder mit ihm kuscheln konnte.
Und Welli mochte es eigentlich nicht wenn es dunkel war, aber die Reise in dem dunklen Karton hatte ihm sogar ein bisschen Spaß gemacht, denn Welli wusste, dass sich im Dunklen nichts um ihn herum veränderte, nur er konnte es halt nicht mehr sehen, wie, wenn er seine Augen schloss.

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