Welli – König der Sandburg

Heute war ein ganz besonderer Tag. Emma und ihre Eltern flogen in den Urlaub – und Welli darf da natürlich nicht fehlen. Emma musste ganz früh aufstehen, aber heute machte ihr das nichts aus. Sie freute sich schon seit Wochen darauf. Sie fuhren mit einem Taxi zum Flughafen. Schon von weitem konnte Emma die ersten startenden und landenden Flugzeuge sehen.
Als sie am Flughafen ankamen spürte Emma in sich ein bisschen Aufregung ansteigen. Es war Emmas erster Flug. Aber sie war in der vergangenen Woche schon einmal mit ihrem Papa zum Flughafen gefahren, um sich die Flugzeuge anzusehen.

Sie gaben ihre Koffer an einem Schalter ab und gingen dann durch die Sicherheitskontrolle. Die Männer und Frauen in ihren Uniformen fand Emma ein wenig beängstigend.
„Komm Emma, dir passiert nichts. Die sind zu deinem Schutz da. Guck, ich geh vor und dann kommst du durch, wenn die nette Dame dich durchwinkt.“, sagte Mama und ging durch den grauen Rahmen. Emma machte es genauso, wie Mama es ihr erklärt hatte. Plötzlich ertönte ein lautes Pips-Geräusch. Emma hatte Angst. Hatte sie was falsch gemacht?
Die Frau, die sie eben noch durchgewunken hatte, kam nun mit einem pipsenden Gerät zu ihr, das aussah, wie eine große Lupe.
„So, einmal die Arme hoch.“, sagte die Frau. Emma sah unsicher zu ihrer Mama und erblickte dabei Welli, der durch den Handgepäcktunnel in einer Plastikbox gefahren war.
„Ist alles Ok, Emma. Mach´ einfach das, was die nette Frau dir sagt.“, sagte Mama und lächelte Emma ermutigend zu.
An Emmas Hangelenk pipste das Gerät, ganz laut.
„Du hast vergessen dein Armband abzumachen. Und weil das aus Metal ist hat das Gerät gepipst. Nächstes mal musst du das auch mit in die Handgepäcksbox legen, dann pipst du auch nicht!“, erklärte die Frau und lächelte.

Und als wenn das nicht schon genug Stress gewesen wäre, kam jetzt noch was schlimmes – das lange Warten bis sie ins Flugzeug durften. Aber wenigstens konnte Emma das mit Welli zusammen durchstehen.
Papa ging mit Emma zum Fenster. Emma stand mit Welli davor und beobachtete die Flugzeuge. Nach einer gefühlten Ewigkeit durften sie endlich ins Flugzeug. Der Start war für Emma wie Achterbahnfahren. Emma gefiel das Fliegen mit dem Flugzeug.
Nach dem Flug kamen die Koffer auf einem langen Laufband an den Passagieren vorbei. Die Leute nahmen nach und nach ihre Koffer vom Band. Als auch Emma und ihre Eltern ihre Koffer hatten, gingen sie zu einem Bus, der sie zum Hotel brachte.
Im Hotel checkten Welli, Emma und ihre Eltern an der Rezeption ein.
Emma und Welli teilten sich ein Bett beim Mittagsschlaf.

Am Nachmittag hatte Mama schon die Koffer ausgeräumt und die Strandtasche gepackt.
Am Strand legten Mama und Papa die drei Handtücher hin.
„Und wo ist Wellis Handtuch?“, fragte Emma. Mama kramte in der Strandtasche und zog ein kleines Handtuch aus der Tasche.
„Hier.“, Mama reichte ihr das kleine Handtuch.
Emma fing an eine Sandburg zu bauen. Dafür rannte sie immer wieder mit ihrem Eimer zum Wasser und wieder zurück, um den Sand nass zu machen, damit er besser hielt. Als sie fertig war schmückte sie die Burg noch mit Steinen und Muscheln. Und setzte König Welli auf seine Burg.
„So Welli, du bist jetzt der König dieser Burg!“, verkündete Emma stolz.

Am nächsten Tag war die Burg weg.
„Wellis Burg ist weg!“, sagte Emma traurig.
„Dann bauen wir Welli heute noch eine größere und schönere Burg, ich helfe dir auch!“, schlug Papa vor. Emma nickte ermutigt.
Emma war den ganzen Tag damit beschäftigt Welli eine noch schönere Burg zu bauen. Und es gelang ihr.

Aber am nächsten Tag war die Burg wieder weg.
Nun machte Emma es sich jeden Tage neu zur Aufgabe, Welli die schönste und größte Sandburg am ganzen Strand zu bauen.
Und am letzten Tag war die Burg größer und schöner als alle zu vor gebauten Sandburgen.
„Und damit du die Sandburg auch mit nach Hause nehmen kannst, mache ich jetzt ein Foto von Wellis Burg, damit sie nie wieder verschwindet!“, sagte Mama und holte die Kamera raus, die sie heute extra dafür mitgenommen hatte.
Emma freute sich. Jetzt konnte ihre Burg nicht mehr verschwinden.

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