Welli – Beim Einkaufen

Emma und Mama fuhren heute zum Einkaufen. Es war an einem Samstag und der Parkplatz war sehr voll. Mama hatte Schwierigkeiten einen Parkplatz zu finden. Nachdem sie einige Male hin und her gefahren war fand Mama endlich eine Lücke in die sie reinfahren konnte.

Mama holte einen Einkaufswagen. Sie steckte ein 1-Euro Stück in den kleinen Schlitz am Griff und konnte so die Kette zum anderen Einkaufswagen lösen. Die Schiebetür öffnete sich und Emma und Mama gingen rein.

„Darf Welli im Einkaufswagen mitfahren?“ fragte Emma.
„Ja, natürlich!“, antwortete Mama und klappte den Kindersitz des Einkaufswagen auf. Emma setzte Welli hinein.
Nun holte Mama ihren Einkaufszettel aus der Jackentasche. Sie fingen bei dem Obst und dem Gemüse an.
„Emma, du kannst schon mal 4 von den roten Äpfeln dort aussuchen und in eine Tüte tun.“, sagte Mama. Welli beobachtete alles vom Einkaufswagen aus. Nachdem Obst und Gemüse ging es zum Brot. Und was gehört zum Brot? Natürlich der Belag! Deshalb gingen Emma und Mama danach zur Wurst.
„Kann ich die haben?“, fragte Emma und hielt eine Packung Wurst hoch auf der ein Gesicht war.
„Ja. Dann pack sie in den Wagen!“, meinte Mama. Emma drehte sich um und erschrak. Welli war weg.
„Wo ist Welli?“, wollte Emma wissen und merkte wie ihr die Tränen in die Augen schossen. Ihr Lieblingskuscheltier konnte doch nicht einfach weg sein.
Emma ging zum Einkaufswagen und guckte, ob er vielleicht runtergefallen, oder in den Wagen gefallen war. Aber er war nirgends.
„Emma, das ist nicht unsere Einkaufswagen! Unser steht dadrüben!“, erklärte Mama. Emma drehte sich um und sah den Einkaufswagen mit ihren Äpfeln drin und Welli im Kindersitz. Emma war erleichtert und froh, dass Welli doch nicht weg war.

Nachdem Mama und Emma alle Sachen zusammen hatten gingen sie zur Kasse. Dort war ein Regal mit ganz vielen Süßigkeiten.
„Mama, darf ich diese Bonbons? Oder die? Oder beide?“, fragte Emma und hielt zwei Dosen mit kaubonbons in den Händen.
„Nein, beide nicht. Du musst dich für eine Dose entscheiden!“, sagte Mama. Emma überlegte kurz.
„Dann die!“, Emma gab Mama die eine Dose. Mama legte die Bonbons zusammen mit den anderen Sachen aufs Band. Emma wollte die anderen Bonbons aber eigentlich auch haben. Als Mama gerade die letzten Sachen aufs Band legte steckte Emma die Bonbons schnell in ihre Jackentasche.
Dann waren sie dran. Die Verkäuferin scannte die Artikel alle ein und nannte Mama am Ende den Preis, den sie bezahlen musste. Mama holte ihr Portmonnaie raus und gab der Verkäuferin das Geld.

Nachdem die Sachen bezahlt waren packte Mama die Sachen in eine Tasche. Dann gingen sie zur Tür. Als sie durch die Tür traten ertönte ein piepsender Ton.
„Komm Sie noch einmal zurück!“, rief die Verkäuferin ihnen zu.
„Oh, haben wir was vergessen aufs Band zu legen?“, überlegte Mama. Und dann dachte Emma an die Bonbons in ihrer Tasche.
„Haben Sie alles auf das Band gelegt?“, wollte die Verkäuferin wissen.
„Eigentlich schon!“, behauptete Mama. Emma senkte beschämt den Kopf. Mama sah zu Emma.
„Hast du noch etwas, was du nicht aufs Band gelegt hast?“, fragte Mama und hockte sich zu Emma runter. Mit gesenktem Kopf holte Emma die Bonbons aus der Tasche und gab sie ihrer Mama.
„Emma so etwas darfst du doch nicht tun! Das ist Diebstahl! Das ist strafbar!“, erklärte Mama sauer. Jetzt war es Emma nicht nur peinlich, sondern sie hatte auch Angst, dass sie jetzt ins Gefängis musste. Wieder schossen ihr Tränen in die Augen.
„Muss ich jetzt ins Gefängnis?“, fragte Emma unter Tränen.
„Nein, mein Schatz! Aber versprich mir das du das nie wieder tust!“, forderete Mama von Emma. Emma nickte und wischte sich die Tränen aus dem Gesicht. Mama gab der Verkäuferin die Bonbons zurück und fuhr dann mit Emma und Welli nach Hause.
Emma fühlte sich immer noch schlecht und drückte Welli im Auto ganz fest an sich. Emma beschloss NIE wieder etwas einfach mitzunehmen ohne es auf das Band an der Kasse zu legen. So wollte sie sich nicht nochmal fühlen.

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