Wie Welli zu Emma kam

Wie Welli zu Emma kam

Emma und ihre Mama fuhren heute in die Stadt. Emmas Mama hatte ihr versprochen, dass sie sich heute ein Teil im Spielzeugladen aussuchen durfte, aber vorher musste Mama noch ein paar Besorgungen machen. Emma freute sich. Sie liebte den Spielzeugladen. Dort gab es so viele tolle Sachen. Nur das Entscheiden fiel ihr immer so schwer.

Sie erreichten den Buchladen. Emmas Oma hatte am Wochenende Geburtstag und Mama wollte ihr ein Buch kaufen. Emma sah sich in der Kinderabteilung ein paar Bilderbücher an. Eins ging um eine Reise nach Afrika. Sie sah einen großen, grauen Elefanten. Emma ahmte die Geräusche eines Elefanten nach. Auf der nächsten Seite lief eine Herde Giraffen durch die Steppe. Emma war begeistert.
„Komm Emma, wir müssen weiter.“ sagte Mama.
„Gehen wir jetzt zum Spielzeugladen?“, fragte Emma ungeduldig.
„Nein, noch nicht. Erst müssen wir noch Blumen für den Garten kaufen.“, erklärte Mama.

Mama und Emma betraten den Blumenladen. Mama wollte ein paar Blumen für das Beet kaufen. Emma schnupperte an einem Blumenstrauß.

„Der riecht gut! Können wir den nehmen Mama?“, fragte Emma.
„Nein, Emmchen. Wir wollen die Blumen ins Beet pflanzen, das geht mit einem Blumenstrauß nicht. Wir brauchen Blumen die noch Wurzeln haben!“, erklärte Mama. Wurzeln? Emma dachte an die orangen Dinger, die Mama ihr immer zu Kindergarten-Ausflügen mitgab. Das verwirrte Emma. Sie hatte noch nie Blumen mit Karotten dran gesehen.
„So wie diese hier!“, Mama zeigte auf kleine bunte Blumen in braunen Plastik Töpfen.
„Aber ich sehe gar keine Möhren.“, sagte Emma.
„Möhren? Ach so, nein nicht solche Wurzeln! Solche!“, Mama machte ein bisschen Erde zur Seite. Unter der dreckigen Erde befanden sich kleine weiße Fäden.
„Die brauchen die Pflanzen um das Wasser aufzunehmen!“, erklärte Mama weiter. Emma betrachtete erstaunt die Blumen.
Nachdem Mama schöne Blumen ausgesucht hatte verließen Emma und ihre Mama den Blumenladen wieder.
„Gehen wir jetzt zum Spielzeugladen?“, wollte Emma wissen.
„Ja, wir gehen jetzt zum Spielzeugladen!“, antwortete Mama.

Emma wusste gar nicht, wo sie zuerst hingehen sollte. Sie ging Gang für Gang mit ihrer Mutter ab. Vor einem großen Regal mit Puppen blieb sie stehen. Es gab große und kleine Puppen. Puppen mit blonden Haaren. Puppen mit braunen Haaren. Eine hatte ein schickes rosa Kleid an.
„Die!“, sagte Emma und zeigte auf die Puppe im rosa Kleid. Mama gab ihr die Puppe runter.
„Oder die!“, jetzt zeigte Emma auf eine etwas kleinere Puppe mit zwei blonden Zöpfen. Emma überlegte und sah sich beide genau an.
„Ich will die!“, Emma entschied sich für die im rosa Kleid. Sie legte die kleinere zurück ins Regal. Dabei entdecke sie eine kleine weiche Stoffgiraffe zwischen den ganzen

Puppen. Emma zog sie vorsichtig raus. Sie erinnerte sich an das Buch im Buchladen, das mit den afrikanischen Tieren.
„Nein, Mama. Ich will die Giraffe.“, sagte Emma entschlossen.
Mama und Emma gingen zur Kasse.
„Da hast du dir aber jemanden niedliches ausgesucht!“, meinte die Verkäuferin. Emma lächelte stolz.

 

Zuhause angekommen sammelte Emma alle ihre bisherigen Stofftiere zusammen und setzte sie in einen Sitzkreis. Das kannte Emma so aus dem Kindergarten. Immer wenn ein neues Kind dazu kam setzten sich alle in einen Kreis und begrüßten den oder die Neue.
„Also, das ist Welli die Giraffe und Welli wohnt jetzt auch hier. Also seid nett zu ihm!“, sagte Emma zu den anderen Stofftieren.

Abends durfte Welli sogar mit in Emmas Bett schlafen. Emma und Welli schliefen schnell und glücklich kuschelnd ein.